Sehr geehrte Damen und Herren, werte Gäste,

 

Wie jedes Jahr, um die Wende Juni und Juli, laden das Kammerorchester Wratislavia und sein künstlicher Leiter Jan Stanienda zum nächsten Festival der Kammermusik „Abende im Arsenal“ ein. Das Publikum wird Freilichtkonzerte auf dem Hof des historischen Arsenals vom 28. Juni bis zum 7. Juli erleben können.

 

Die diesjährigen „Abende“ bestehen aus sieben außergewöhnlichen Konzerten. Das Programm reicht von Werken des großartigen Wolfgang Amadeus Mozart (Einweihung am 28. Juni) bis zu Solokonzerten von Joseph Haydn, aufgeführt von zwei sehr jungen und sehr talentierten Musikern: dem 11-jährigen Cellisten Fryderyk Midor und dem 17-jährigen Geiger Marcel Groblewski (5. Juli). Während desselben Konzerts werden auch die Filmmusik-Suite von Jacek Zamecki sowie „Emotions in motion“ gespielt. Das letzte wurde speziell für das Wratislavia Orchester vom anerkannten mexikanischen Komponisten der Filmmusik Rodrigo Flores López geschaffen. Die Musiker des Wratislavia Orchesters zeigen sich ihrem Publikum auch im Finalkonzert (7. Juli). An diesem Abend ertönen u.a. Solokonzerte von Vivaldi, die von den Musikliebhabern so sehr geliebt sind, sowie das geniale Konzert in D-Moll für zwei Violinen von Bach, diesmal in der Version für Violine und Cello. Es gehört zur Tradition des Festivals, das seit einigen Jahren mit solchen Konzerten jedes Festival beendet. Und dies zur großen Freude seiner treuen Hörer.

 

Am ersten Festivalssonntag (30. Juni), tritt im Arsenal Das Penderecki Piano Trio auf. Sein Programm wird mit stimmungsvollen Kammerstücken, den Werken von Haydn, Debussy und Rachmaninow erfüllt. Eine wenig größere Zusammenstellung erscheint auf der Bühne am Mittwoch, dem 3. Juli. An diesem Tag hören wir das Streichquartett von Stanisław Moniuszko (im Rahmen des Begehens des Moniuszko-Jahres) und außerdem das Streichquintett und -sextett von Johannes Brahms. Es erwartet uns also ein Abend voller Poesie, ausschließlich durch Klänge ausgedrückt.

 

Zur Tradition der „Abende im Arsenal“ wurden auch schon spezielle Konzerte, die einem leichteren Repertoire gewidmet sind, welches über die Sphären der klassischen Musik hinausgeht. In diesem Jahr es sogar zwei solcher Abende geben: am 1. Juli (Montag) tritt der Portugiese Telmo Pires auf, der uns mit seinem Gitarrenensemble in die Fado-Welt einführt. Fado – die Welt des nostalgischen Gesanges, der vor allem für die ehemaligen Hafenviertel von Lissabon charakteristisch ist. Er drückt Traurigkeit, Trauer und Sehnsucht nach verlorener Liebe und Jugend aus, die für immer fortgegangen sind. Was für eine wichtige Visitenkarte Fado für Portugal bedeutet, soll folgende Tatsache bewiesen: im November 2011 wurde er von UNESCO als ein Teil des Weltkulturerbes anerkannt.

 

Der Vorletzte Abend des Festivals ist ein Sprung zum Vorkriegspolen: Die Młynarski-Masecki Jazzband wird bravouröse Arrangements des polnischen Vorkriegsjazz solche genialer Berühmtleiten wie: Henryk Wars, Jerzy Petersburski oder Gebrüder Artur und Henryk Gold spielen. Im Konzertprogramm finden sich Swingwerke, wir werden aber auch einige außergewöhnliche Tangos nicht vermissen. Die Arrangements von Marcin Masecki und Stimme von Jan Młynarski verleihen der ganzen Idee einen völlig neuen Atem, indem sie diese Musik aktualisieren. Ob einfach zum Hören oder auch zum Tanzen. Wir laden Sie herzlich zu dieser musikalischen Zeitmaschine ein!

 

Alle Konzerte beginnen wie immer um 20.00 Uhr.

 

 

Also sehen wir uns bald auf den Konzerten wieder!!